• Martin Wernberg

Corona-Report Juli 2020

Die Corona-Krise war ein globaler Schock und hat viele soziale, wirtschaftliche und politische Systeme erschüttert, so auch unsere Familien und Gemeinden. Sich nicht mehr frei versammeln und bewegen zu dürfen, war für die Generationen X, Y und Z bislang undenkbar und hat vielerorts starke Irritationen, Unsicherheiten und Widerstände ausgelöst. Vor allem die institutionellen Gemeindeformen standen angesichts der Kontaktbeschränkungen vor nie dagewesenen Herausforderungen und waren gezwungen über alternative Strukturen und Kommunikationsmethoden nachzudenken. Aus der Not heraus wurden zahlreiche neue Ideen und Konzepte für eine alternative Gottesdienstgestaltung entwickelt, von denen viele auch „nach Corona“ erhalten bleiben werden. Die Kontaktbeschränkungen haben in den meisten Gemeinden einen „Ruck“ in der Digitalisierung ausgelöst und die Weiterentwicklung von Websites, Social-Media-Accounts und Online-Angeboten vorangetrieben.


Die Gemeindefinanzierung musste innerhalb weniger Tage Einbußen von rund 20% ihrer üblichen Einnahmen hinnehmen. Dies war vor allem auf den plötzlichen Wegfall der Kollekten im Gottesdienst zurückzuführen, die in den untersuchten freikirchlichen und landeskirchlichen Gemeinden rund 14% der Einnahmen ausmachten. Zwischen-zeitlich wurde dies vielerorts kompensiert, da die üblichen Kollektengeber ihre Spenden nun zunehmend elektronisch überweisen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint die Finanzlage und Mitarbeitersituation in den meisten Gemeinden stabil, dennoch sollte über ergänzende Finanzierungsinstrumente nachgedacht werden. Exemplarisch können Gemeinden eine Vermietung ihrer Räumlichkeiten (z. B. für Kinderbetreuungen) oder Church-Sharing-Konzepte in Erwägung ziehen. Auch kostenpflichtige Events, Bußgeld-fundraising, Beantragung von Fördergeldern oder das aktive Einwerben von Legaten sind Möglichkeiten ... Lesen Sie die vollständigen Report hier.


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