Marketing - was ist das eigentlich?

Der rot hinterlegte Schriftzug fällt auf! Der Begriff "Marketing" wird in der gesellschaftlichen Interpretation jedoch häufig auf die reine Werbung beschränkt, dabei stellt sie im Strategie-prozess einer Organisation nur einen kleinen Teil der vielfäl-tigen Inhalte des Marketings dar. Marketing im klassischen Sinne beschreibt die ganzheitliche Methodik und strategi-schen Ansätze um möglichst viele Waren absetzen zu können. Im evangelistischen Sinne ist das Wort "Kirchenmarketing" jedoch ähnlich zum Missionsbegriff zu verstehen und be-schreibt alle Aktivitäten und strategischen Bemühungen der Kirche, um möglichst viele Menschen zu Christus zu führen.

Marketing im Kirchenkontext

Von der Obstkiste auf dem Marktplatz hin zur multimedialen Kommunikation. James W. Culliton, ein brillanter amerikanischer Betriebswirt, betrachtete Marketing als einen „Mix“ aus verschiedenen „Zutaten“ mit dem Ziel ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln bzw. analog eine vitale Kirchengemeinde aufzubauen. Demnach haben alle Arten institutioneller Organisatio-nen unterschiedliche Instrumente und Möglichkeiten, die sie einsetzen können.

 

Im Kirchensegment gibt es ebenso wie in der freien Wirtschaft unzählige Ansätze und Möglichkeiten das eigene Wachstum zu fördern und das Evangelium zu den Menschen zu bringen. Manche Gemeinden engagieren sich in Schulen oder Altersheimen, andere erreichen Menschen über Themenabende, Konzerte  oder einen Sonntags-Brunch.  Eine kurze Übersicht potenzieller Möglichkeiten findet sich im nächsten Abschnitt "Beispiele für Marketinginstrumente".

Eines der Hauptziele unseres Projektes ist es, die angewandten Marketinginstrumente der Kirchen und Gemeinden zu untersuchen und herauszufinden, welche besonders effektiv sind. Die Ergebnisse und Erfahrungen möchten wir anschließend allen interessierten Kirchen und Gemeinden zur Verfügung stellen und ihnen helfen, daraus eigene gelingende Konzepte zu entwickeln.

Beispiele für Marketinginstrumente
Kleingruppen Arbeit

z.B. durch

- Hauskirchen / Hauskreise

- Rentner-Cafés

- Jugendgruppen etc.

Die Kleingruppenarbeit ist geprägt von Menschen mit ähnlichen Interessen, die ein Zugehörigkeits-gefühl vermitteln. Die Gläubigen können hier "auf Augenhöhe" und unter allgemeiner Akzeptanz mit-gestalten und ihren Glauben teilen.

Face to Face

z.B. im Gespräch mit

 

- Familienmitgliedern

- Freunden

- Arbeitskollegen

Das Face-to-Face-Gespräch ist vermutlich das wichtigste Instru-ment der Evangelisation. Es ist geprägt durch den persönlichen Kontakt und das Vertrauens-verhältnis zwischen dem Gläubigen und dessen Gegenüber.

Event Marketing

z.B. durch

- Sommer- und Gemeindefeste

- Konzerte und Aufführungen

- Themenabende

Event-Marketing ist geprägt von außergewöhnlichen Veranstalt-ungen, die das Interesse der Allgemeinheit wecken und die Menschen auf "unreligiöse" Art und Weise mit Kirche und ihren Mitgliedern in Kontakt bringen.

Diakonie Hilfsdienste

z.B. durch

- Seelsorge

- Beratungsstellen

- andere Hilfsdienste

Die Diakonie ist wohl einer der ältesten und wichtigsten Zugänge zum Menschen. Es wird der Not und den Bedürfnissen des Einzelnen begegnet und so die Liebe Gottes geteilt. Sie ist eine reale und sicht-bare Demonstration des Evangeli-ums.

Mediale Werbung

z.B. 

 

- in lokalen Zeitungen

- bei lokalen Radiosendern

- durch Internet-Inserate

Mediale Werbung zeichnet sich durch ihre hohe Reichweite, aber zugleich unspezifische Zielgruppe aus. Sie ist vor allem für größere (Gemeinde-) Veranstaltungen wie Sommer- und Gemeindefeste geeignet.

Social Media

z.B. Chats und Einladungen bei

 

- Facebook

- Twitter

- anderen Plattformen

In Social Networks können sich Menschen gemäß ihrer Inter-essen mit anderen vernetzen und so ihr Leben und ihren Glauben auf einfachem Wege mit einer Vielzahl anderer teilen. Sie sind DAS Kommunikationsmedium der heutigen Zeit.  mehr