• Martin Wernberg

Die NGE (Natürliche Gemeindeentwicklung) und GGfG (Gemeinnützige Gesellschaft für Gemeindebau) ziehen an einem Strang und beabsichtigen zukünftig Ressourcen zu bündeln und Synergien zu nutzen.



Nach wiederholten, positiven Gesprächen haben sich das Team der NGE Deutschland und wir uns zu einer dauerhaften Kooperation entschlossen. Die konzeptionellen Inhalte beider Organisationen ergänzen sich hervorragend und begünstigen sich gegenseitig. Genauere Abstimmungen der zukünftigen Zusammenarbeit sind in den kommenden Monaten geplant.

Die NGE wird interessierte Gemeinden weiterhin bei der Erstellung von Gemeinde-profilen begleiten und die Entwicklung in den acht Handlungsfeldern „wachsender Gemeinden“ unterstützen. Der vielfach erprobte Leitfaden der NGE, wird von den meisten Gemeinden als hilfreich beschrieben und lässt genügend Raum für eigene Ansätze und individuelle Gemeindestrukturen. Die GGfG befasst sich im Kontrast hierzu mit statistischen Analysen und der Quantifizierung des Erfolgs angewandter Methoden. Der Fokus liegt auf der Identifikation und Bewertung praktischer Instrumente.


Während die NGE ihre Arbeit mit dynamischen Entwicklungsansätzen fortsetzt, werden wir als GGfG zukünftig deren Effekte auf die unterschiedlichen Gemeindebereiche (Subsysteme) empirisch erfassen und auswerten. Für uns ergibt sich somit die Möglichkeit zusätzliche Gemeinden „im Aufbruch“ zu erforschen, während die NGE ein unabhängiges Reporting zu Ihrer Arbeit erhält. Ein weiterer Vorteil für die NGE besteht darin, ihr Entwicklungsprogramm um erprobte Wachstumsinstrumente zu erweitern, die den Gemeinden je nach Bedarf und Gemeindesituation empfohlen werden können.


Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit und werden deren Inhalte und Entwicklungen regelmäßig in diesem Blog und in den Newslettern posten.

87 Ansichten
  • Martin Wernberg


Das Team um Prof. Dr. Michael Herbst und Pfr. Dr. Patrick Todjeras vom Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEED), an der theologischen Fakultät der Universität Greifswald, befasst sich seit vielen Jahren mit der Erforschung zeitgemäßer Gemeinde- und Evangelisationskonzepte. Eines der aktuellen Forschungs-themen ist die evangelistische Homiletik:


"Evangelistische Predigt beschreibt die Aufgabe, die frohe Botschaft des Evangeliums klar und einladend jenen zu verkündigen, die noch nicht oder nicht mehr glauben. Es geht um die Verkündigung eines konkreten Inhalts (Evangelium), mit konkreten Adressaten (Nicht-Glaubenden), einem konkreten Ziel (Adressaten kommen zum Glauben), vor dem Hintergrund einer konkreten Gemeinschaft (der Gemeinschaft der Christen). Eine zusätzliche Herausforderung ist hierbei, die evangelistische Predigt so zu gestalten, dass in unterschiedlichen Kontexten Nicht-Glaubende angesprochen und erreicht werden. Leider schweigen gängige Konzepte der Predigtlehre zur evan-gelistischen Verkündigung. Das IEEG hat es sich zur Aufgabe gemacht, in seinem Forschungsschwerpunkt „Evangelistische Homiletik“ eine theologische Grundlegung einer evangelistischen Predigtlehre zu erarbeiten." (Quelle: IEEG 2019)


Diese Arbeit interessiert uns sehr, denn Sie ist ein wichtiger Schritt, um die zeitlosen biblischen Inhalte der heutigen Gesellschaft vermitteln zu können. Es bedarf keiner Modernisierung des Evangeliums sondern der Kommunikation. Die Website des IEEG enthält zahlreiche interessante Studien und Berichte zum Thema Gemeindeentwick-lung. Wir bedanken uns an dieser Stelle insbesondere bei Pfr. Dr. Patrick Todjeras, der einen offenen Dialog ermöglichte und uns eine wertvolle Unterstützung beim Kontaktaufbau zu Stiftungen, Universitäten und anderen Organisationen ist, die sich mit Gemeindeentwicklung und Evangelisation beschäftigen.

32 Ansichten
  • Martin Wernberg

Präses des Mülheimer Verbandes und 1. Vorsitzender der Evangelischen Allianz



Pastor Christian Weber (Christus Gemeinde Moers, BFP) und ich besuchten vergangen-en Samstag Präses Ekkehart Vetter in Mülheim an der Ruhr. Wir wurden freundlich be-grüßt und nahmen im Gemeindebüro Platz. Christian und Ekkehart kennen sich bereits viele Jahre und so ergab sich für uns die Gelegenheit eines gemeinsamen Treffens. Wie uns Ekkehart berichtete, ist der Mülheimer Verband sehr aktiv im Bereich der strategi-schen Gemeindeentwicklung. Nach anfänglicher Zurückhaltung nehmen inzwischen fast alle der 52 angeschlossenen Gemeinden am Gemeindeentwicklungsprogramm der NGE teil, zudem findet ein verbandsweites Coaching durch externe Berater statt.


Wir freuen uns sehr über dieses zielorientierte Vorgehen und sind überzeugt, dass der-artige Bemühungen nicht ohne Frucht bleiben werden. Für mich war es eine echte Überraschung, stoßen wir doch sonst häufig auf eher träge Strukturen und einen ge-wissen Entwicklungspessimismus. Ekkehart stellte sich positiv zu unserer Gemeinde-studie, gab jedoch zu bedenken, dass die Gemeinden aufgrund der bestehenden Programme bereits sehr eingespannt sind. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sich dennoch einige Gemeinden des Verbandes für die Studie angemeldet haben. Wir bedanken uns für das interessante Gespräch und sind gespannt wie sich der Mülheimer Verband zukünftig entwickeln wird.

9 Ansichten