• Martin Wernberg

Die Corona-Krise war ein globaler Schock und hat viele soziale, wirtschaftliche und politische Systeme erschüttert, so auch unsere Familien und Gemeinden. Sich nicht mehr frei versammeln und bewegen zu dürfen, war für die Generationen X, Y und Z bislang undenkbar und hat vielerorts starke Irritationen, Unsicherheiten und Widerstände ausgelöst. Vor allem die institutionellen Gemeindeformen standen angesichts der Kontaktbeschränkungen vor nie dagewesenen Herausforderungen und waren gezwungen über alternative Strukturen und Kommunikationsmethoden nachzudenken. Aus der Not heraus wurden zahlreiche neue Ideen und Konzepte für eine alternative Gottesdienstgestaltung entwickelt, von denen viele auch „nach Corona“ erhalten bleiben werden. Die Kontaktbeschränkungen haben in den meisten Gemeinden einen „Ruck“ in der Digitalisierung ausgelöst und die Weiterentwicklung von Websites, Social-Media-Accounts und Online-Angeboten vorangetrieben.


Die Gemeindefinanzierung musste innerhalb weniger Tage Einbußen von rund 20% ihrer üblichen Einnahmen hinnehmen. Dies war vor allem auf den plötzlichen Wegfall der Kollekten im Gottesdienst zurückzuführen, die in den untersuchten freikirchlichen und landeskirchlichen Gemeinden rund 14% der Einnahmen ausmachten. Zwischen-zeitlich wurde dies vielerorts kompensiert, da die üblichen Kollektengeber ihre Spenden nun zunehmend elektronisch überweisen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint die Finanzlage und Mitarbeitersituation in den meisten Gemeinden stabil, dennoch sollte über ergänzende Finanzierungsinstrumente nachgedacht werden. Exemplarisch können Gemeinden eine Vermietung ihrer Räumlichkeiten (z. B. für Kinderbetreuungen) oder Church-Sharing-Konzepte in Erwägung ziehen. Auch kostenpflichtige Events, Bußgeld-fundraising, Beantragung von Fördergeldern oder das aktive Einwerben von Legaten sind Möglichkeiten ... Lesen Sie die vollständigen Report hier.


0 Ansichten
  • Martin Wernberg

Das Corona-Virus hat nicht nur uns sondern das ganze Land aus seinem Rhythmus gebracht. Viele Gemeinden fürchten um ihre Existenz und blicken ins Ungewisse. Ein einfaches "Aussitzen" ist für viele nicht möglich. Doch wie können Gemeinden sich bestmöglich anpassen? Ich möchte Sie ermutigen, denn niemand muss diese Aufgabe alleine stemmen. Auch Gott hat seine Strategen und viele gute Leute ins Feld geschickt, um dieser Situation zu begegnen. Im Dialog mit verschiedenen Gemeinde-Experten bin ich immer wieder beeindruckt von deren Weitsicht, Engagement und Geschick. Auch die Verbände sind aktiv und versuchen bestmöglich zu helfen.


Unsere Organisation bereitet derzeit eine bundesweite Gemeindestudie im Sommer 2022 vor, doch nun besteht zunächst anderer Handlungsbedarf. Wir alle benötigen Informationen und Ideen, wie wir diese ungewöhnliche Situation erfolgreich meistern können. Tausende Gemeinden sind betroffen und tausende Gemeinden machen sich Gedanken und entwerfen Ideen und Strategien für die Zukunft. Aus diesem Grund starten wir ab 05.05.2020 eine denominationsübergreifende Sonderbefragung, um die derzeit erfolgreichsten Kompensationskonzepte für die jeweiligen Gemeindetypen aufzuspüren.


Ich habe Glaube und bin fest davon überzeugt, dass wir als Christen aus der "Corona-Krise" gestärkt hervorgehen werden! Warum? Ganz einfach: Gott ist mit uns! ;-)


Herzlichst, Martin Wernberg


0 Ansichten
  • Martin Wernberg

Seit gut zwei Jahren arbeiten wir an der Entwicklung und Vorbereitung unserer Studie "Gemeinden lernen von Gemeinden", die ein Meilenstein in der deutschen Gemeindeforschung werden soll. "Das sind hochgesteckte Ziele", höre ich so manchen sagen und die Skeptiker lassen nicht lange auf sich warten. Dass es nicht leicht werden würde, war klar. Dass nicht alles auf Anhieb gelingen würde, war ebenfalls klar. Doch es geht weiter und wir werden Erfolg haben, denn Gott ist mit uns! ;-)


Damit diese Studie wirklich einen Unterschied macht und interessierten Gemeinden eine reale Hilfe werden kann, bedarf es einer Teilnehmeranzahl von mindestens 300-500 Gemeinden. Derzeit stehen wir bei knapp 150, daher werden wir die Studie (Modulentwicklung und Datenerhebung) um ein Jahr verschieben und uns im Jahr 2020 vor allem um die Folgen der Corona-Pandemie und die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Erfreulich ist, dass wir zunehmend theologische Hochschulen und Fakultäten für eine Zusammenarbeit gewinnen können und auch in den Verbänden ist weiterhin Bewegung drin. Wir danken allen, die uns bisher unterstützen und versprechen euch: Wir bleiben dran!


Gott lieben. Ihn verkünden. In seiner Liebe verbunden.


Herzlichst, Martin Wernberg

2 Ansichten